Pagensand

Koordinaten: 53° 41′ 26″ N, 9° 31′ 4″ O

Karte: Schleswig-Holstein
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Pagensand
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Schleswig-Holstein
Unterelbe mit Pagensand und anderen Inseln
Südspitze der Insel

Pagensand (von Plattdeutsch: Paag = Wallach) ist eine Elbinsel in der Unterelbe.

Sie gehört hauptsächlich zur Gemeinde Seestermühe (Kreis Pinneberg, Schleswig-Holstein), kleinere Flächen auch zu den Gemeinden Haselau (Kreis Pinneberg), Kollmar (Kreis Steinburg) und Neuendorf (Kreis Steinburg). Die Insel ist ca. 5,8 km lang, etwa 1 km breit und 460–520 Hektar groß.

Ursprünglich handelte es sich nur um eine große Sandbank am Ostufer der Elbe. Sie wurde etwa seit 1900 als Absetzplatz für ausgebaggerten Elbschlick benutzt, dabei um das etwa fünffache vergrößert und im Niveau erhöht. So entstand eine fruchtbare Kultur- und Wiesenlandschaft.

Pagensand ist heute unbewohnt. Bis zum Sommer 1998 stand ein Bauernhof mit angeschlossener Gaststätte auf der Insel. Er wurde jedoch zum 31. Mai 1998 auf Anordnung der Behörden geräumt und später abgerissen, da das Grundstück für weitere Aufspülungen genutzt wurde, die durch die Vertiefung der Hauptfahrrinne der Elbe nötig wurden. Die Bewohner des Bauernhofes waren zuvor die einzigen Bewohner der Insel. Für die Kinder der jeweiligen Pächterfamilien kam gegebenenfalls ein- bis zweimal in der Woche ein Lehrer der Grundschule Seester per Boot für den Unterricht nach Pagensand. Die Insel ist heute vollständig Naturschutzgebiet; in den Sommermonaten werden Rinder mit Booten zum Grasen auf die Insel gebracht. Das hat neben dem wirtschaftlichen Nutzen auch einen naturschützenden Hintergrund: Die weidenden Rinder halten die Landschaft offen für viele Arten Wiesenbrüter.

Blick von der Pagensander Nebenelbe auf Pagensand, Bucht bei der NABU-Hütte (1997)