Albert Fraenkel (Mediziner, 1864)

Julius Albert Fraenkel (* 3. Juni 1864 in Mußbach an der Weinstraße; † 22. Dezember 1938 in Heidelberg), der den Rufnamen Albert[1] hatte, war ein deutscher Arzt, der als Tuberkulose- und Herz­forscher bekannt wurde. Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte er eine Behandlung der Herzinsuffizienz durch intravenöse Injektion des Herzglykosids Strophanthin.

Obwohl er 1896 vom Juden- zum Christentum konvertiert war, verlor er in der Zeit des Nationalsozialismus wegen seiner Herkunft nacheinander seine Anstellung, seine Professur und schließlich auch die Zulassung als Arzt.[2]